Jetzt wird gesponnen, was die Räder hergeben -

 

Neue Spinnräder dank der Fördermaßnahme „500 Land-Initiativen“

 

 

Die Handcrafting Gruppe in Rodewald freut sich über den Neuzugang von drei Spinnrädern. Lange hatte die Dozentin Svenja Rüffel nach guten, gebrauchten Spinnrädern Ausschau gehalten. Alte Spinnräder gibt es  viele, dies sind jedoch Flachsspinnräder, auf denen früher der Faden für das Leinen gesponnen wurde, bevor man es verwebte.

 

 

Im Kurs verspinnen wir Wolle von verschiedenen Schafrassen, so Rüffel. Da Wolle vom Material her viel dicker ist als Flachs, ist es für Anfänger sehr schwierig gleich zu Beginn einen dünnen, gleichmäßigen Faden zu spinnen. Dies braucht viel Übung. Jetzt haben wir die Möglichkeit diese Fertigkeit mit den modernen Spinnrädern, mit extra großem Einzugsloch zu üben. Die großen Einzugslöcher der Spinnräder haben den Vorteil, dass man auch sehr dickes Garn herstellen kann. Es erleichtert das Erlernen der Spinntechnik am Anfang ungemein. Später, wenn man das Spinnen beherrscht, kann man durchaus auch auf Flachsspinnrädern einen schönen, schlanken Wollfaden spinnen.

 

Im September letzten Jahres startete das Integrative Handarbeitsprojekt für Flüchtlingsfrauen unter der Leitung von Svenja Rüffel und Brigitte Knust im Binderhaus in Rodewald. Seitdem treffen sich die Frauen regelmäßig jeden zweiten Mittwoch von 9.00 Uhr bis 12.30 Uhr zum Nähen, Stricken, Häkeln, Filzen und nun auch zum Spinnen.

 

Die Veranstalterinnen freuen sich aber auch über die Teilnahme von Frauen aus der hiesigen Gegend. Wer also Spaß am Handarbeiten hat, ist herzlich eingeladen. Dank der Fördermaßnahme „500 Land- Initiativen“ der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, können Nähmaschinen, Spinnräder und Material im Kurs gestellt werden. Interessierte können sich unter 05026/900567 bei S. Rüffel anmelden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Brigitte Knust und Svenja Rüffel