Von Flinten Uschi, Trump und Fußballern

 

Kleinkunst auf Plattdeutsch mit der angriffslustigen Plapperschnute Brigitte Wehrhahn gab es am 23. Januar. Mit Temperament und Scharfzüngigkeit brachte Wehrhahn alles auf den Punkt. Die Münderanerin mit „düt und dat up Platt“ lag beim Publikum und ihrem 12. Programm unter dem Titel „Wat denn?“, ganz vorne. Getreu dem Motto: „Auf platt klingt das nicht so dramatisch frivol, da wird viel glatt gebügelt“, gab es Kleinkunst auf Plattdeutsch. Nichts für schwache Nerven, unbequem, ungeschminkt, nicht zimperlich, brachte die Kabarettistin für Freunde des Plattdeutschen, hochaktuelle Themen um Trump und andere Politiker und Prominente auf den Tisch.  Alle bekamen ihr Fett weg. Gespickt mit lustigen Kurzgeschichten und wahren Begebenheiten aus früherer Zeit und Witzen aller Art.

 

Der von ihr genannte „Kosmoprolet“ Trump, blicke stets so, „als wenn das Licht an ist, aber keiner zu Hause“. Sie hoffe, dass der Präsident eines Tages die Kraft besitze, sich seine Maske vom Gesicht zu reißen. Wehrhahn: „Denn ich kann mir nicht helfen, ich glaube fest daran, dass unter der Maske nur Hape Kerkeling stecken kann“.

 

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, wurde als „Flinten Uschi“ genauso kommentiert wie der Bayern Münchner Thomas Müller mit seinem Riesenmüül (Riesenmaul) und der Größenwahn der deutschen Fußballspieler.

 

Wieder einmal hatte der Binderhaus Verein Rodewald ein Gespür für einen Künstler bewiesen, der beim Publikum bestens ankam. Mit viel Beifall wurde Brigitte Wehrhahn nach mehr als drei Stunden von einem begeisterten Publikum verabschiedet.

 

 Anke Winkelmann